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Terrakotta

Basismaterial für diese Fliesenart, umgangssprachlich auch Cotto genannt, ist Kalkmergel mit starken Verunreinigungen aus Quarzkrümeln, das auch toskanische Schieferton heißt. Der im Tagebau gewonnene Ton wird mit Wasser vermengt und geknetet wie Teig. Dieser wird darauf durch eine Zerkleinerungsanlage (Wolf) gedreht und anschließend strang- oder trockengepresst. Die raue Oberfläche wird nach dem Trocknungsprozess durch die Bearbeitung mittels Stahlbürsten erzielt.

Alternativ wird die Grundmasse auch in Holzformen gedrückt und an der Luft getrocknet. Bei einer Temperatur von 950-1050 °C wird Cotto nach dem Trocknen dann in einem Ofen 36–48 Stunden lang gebrannt. Dabei entsteht aus dem blau-grauen Ton durch Oxidation der typisch rötlich gefärbte Cotto. Bei dieser Herstellungsmethode können auch Reliefs oder Muster in den frischen Teig eingedrückt werden.